Antwortdatum: 25.11.2024
AT1-Anleihen (Additional Tier 1) zählen zum regulatorischen Eigenkapital einer Bank. Sie dienen als Puffer, um Verluste aufzufangen. Bei Liquiditäts- oder Solvenzproblemen der Bank können Zinszahlungen ausfallen oder der Nennwert ganz abgeschrieben werden (Bail-in), bevor andere Gläubiger zur Kasse gebeten werden. Deshalb sind AT1-Anleihen hoch riskant, trotz oft attraktiver Zinsen. Für Privatanleger sind sie nur bedingt geeignet, weil ein Totalverlust drohen kann. Institutionelle Investoren nutzen AT1-Papiere, um höhere Renditen zu erzielen, sind sich aber der Verlustrisiken bewusst.